Mittwoch, 14. September 2011

Der Tag rückt näher

Woran merkt man, dass man bald umzieht? In erster Linie daran, dass Arcor den Internet- und Telefonanschluss einen Monat zu früh abstellt. Das führt dann zu unnötigem Aufregen und der Einsicht, dass das Abstellen zwar pünktlich stattfindet (früh um 8, auf die Sekunde!), das Einschalten aber aus unerfindlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Trotz Hinweis zwei Wochen vorher. Naja, bald sind wir ja weg.
Das Zweite ist: Seit gestern ist auch unser zweites Auto verkauft, wenn wir unsere Schwiegereltern nicht hätten (bzw. ihr Auto ;-) ) dann wären wir jetzt Fußgänger.
Na und letztendlich rückt das Datum immer näher, die Wochenenden sind gezählt, und die Arbeitstage auch. Ansonsten aber sind wir ganz entspannt und hoffen, dass alles glatt läuft...

Freitag, 2. September 2011

Abschied von Deutschland

Die letzten Tage verbringen wir noch in Teistungen bei den Eltern von Alexandra. Diese versuchen noch, uns mit bester Eichsfelder Küche zum Bleiben zu bewegen. Aber ohne Erfolg. Sonntag um 14:00 Uhr geht der Flieger, das heißt früh aufstehen und rechtzeitig zum Bahnhof fahren.
Leider ist zu dieser Zeit noch nicht sicher, wo wir im Flugzeug sitzen. Laut Tickets sitzen wir ziemlich zerstreut, was bei einem 11-Stunden-Flug nicht wirklich eine schöne Vorstellung ist. Glücklicherweise stellt sich später am Flughafen heraus, dass ein Ändern der Sitze möglich ist. 2 sind nun nebeneinander. Für den Dritten müssen wir einen Fluggast fragen, ob er tauscht, er willigt gerne ein.
Ein komisches Gefühl, Deutschland nun für mehrere Monate zu verlassen. In dem Moment ist man froh, dass mit dem Flieger alles geklappt hat. Trotzdem schon traurig, Kollegen und Freunde zurückzulassen.

Donnerstag, 1. September 2011

Die Planung rollt...

So, nach einigen Emails steht nun fest: Abreisetag ist der 2. Oktober. Jetzt wirds ernst. Schön ist, dass jetzt auch schon feststeht, wo wir temporär unterkommen. In The Carlyle Appartments,   , einer Appartmentsiedlung nur wenige Kilometer von meiner späteren Arbeit entfernt. Sieht eher nach Urlaub aus, aber das täuscht wohl :-D

Sonntag, 28. August 2011

Die Visa sind da!

Endlich, die Pässe sind vom Konsulat zurück! Schon erstaunlich, dass die mit der normalen Post als Brief geschickt werden müssen. Die Briefumschläge mussten natürlich selbst frankiert und beschriftet werden. Einschreiben waren nicht erlaubt.
Egal, der Blick in den Briefkasten zeigt: alles gut gegangen. Alle drei Pässe zurück, mit dem Visum inclusive. Dieses besteht aus einem Aufkleber, der eine Seite des Passes in Anspruch nimmt und aussieht, wie eine Kopie eines amerikanischen Passes. Mit Foto (vorher von uns online hingeschickt), jeder Menge Daten und dem Aufdruck "United States of Amerika". Schon seeehr cool.
Jetzt kann also die Endplanung losgehen. Flug, temporäre Unterkunft usw....

Mittwoch, 24. August 2011

Das Visa-Interview im US-Konsulat

Heute war es dann soweit, um 7 ging es los Richtung Frankfurt, zum US-Konsulat. Die erste Schwierigkeit stellte sich schon bei der Parkplatzsuche ein. Aber erst mal einen gefunden, ging es dann an den hohen Zäunen und extrem gesicherten Eingängen zum Haupteingang. Dort warteten schon einige Leute, und wir brauchten erst mal kurz, um hinter das System zu kommen:
Zuerst musste man sich schon mal am Eingang anstellen, um an einem von zwei Schaltern eine Wartenummer zu erhalten. Hier wurde schon mal grob geprüft ob man überhaupt einen Grund hat, das Konsulat zu betreten. Ebenfalls wurden die Dokumente grob gecheckt. Mit der Wartenummer ging es dann ins Konsulat.
Aber so schnell kommt man da nicht rein! Sicherheitscheck wie am Flughafen, elektronische Geräte sind sowieso untersagt. Die Spannung steigt weiter.

Die Wartemarke vom US-Konsulat.
Nach einem Wechsel in ein anderes Gebäude kommt man schließlich in einen großen Warteraum, der einige hundert Leute aufnehmen kann. Mit Stühlen im Mittelbereich und kleinen Fenstern mit Leuten dahinter an zwei der Wände, setzt man sich erst mal hin und wartet bis die Nummer aufgerufen wird.
Am ersten Fenster heißt es dann Dokumente zeigen, einige Fragen beantworten (wie oft waren Sie schon in den USA? ...), Fingerabdrücke aufnehmen und wieder Hinsetzen zum erneuten Aufruf.
Nun heißt es warten. Und das ist echt schwer, wenn man nicht weiss was da noch kommt. Nach etwa einer Stunde dann der erneute Aufruf, an ein weiteres Fenster. Hier werden mehr Fragen gestellt (englisch), zu Verwandten in den Staaten, was die US-Firma so macht, woher man sie kennt usw. Und natürlich wie lange man bleiben will und (in unserem Falle) auf welche Schule die Kurze dann kommt. Alles in allem sehr entspannt, und nach 10 min. kann man schließlich das Konsulat wieder verlassen und den Puls runterfahren.
Die Visa werden nun direkt in den Pass eingetragen, diese sollen in einigen Tagen mit der Post kommen.

Mittwoch, 10. August 2011

Der nächste Schritt

Wenn man wie ich glaubt, man bekommt nach der Beantragung (dankensweise über eine amerikanische Anwaltskanzlei) direkt ein Visum zugeschickt, so täuscht man sich.
Was man bekommt, ist Formular I-797, das von seiner Optik ein wenig an das amerikanische Geld erinnert und wirklich cool aussieht.



Darin steht, dass man grundsätzlich für das Visum in Frage kommt. Hat man dieses Formular erst einmal, so kann man im vorher ausgewählten US-Konsulat einen Visa-Termin vereinbaren. Zusätzlich muss man noch für jeden Antragssteller (mich, Alex und Lara) Formular DS-160 ausfüllen (Werdegang, Reisen usw.), ein Foto hochladen (5x5cm, mit diversen Vorgaben) und pro Person 113 Euro überweisen. Was natürlich noch keineswegs den Erhalt des Visums garantiert.
Zum Vereinbaren des Termins kann man entweder anrufen (knapp 2 Euro pro Minute) oder für 10 Euro einen Onlinezugang beantragen. Tja, umsonst ist nichts :-)
Der Visa-Interviewtermin im Konsulat ist jedenfalls jetzt für den 24. August beantragt. Wir sind gespannt....


Sonntag, 12. Juni 2011

Das Visum

Fast jedem ist klar, dass ein längerfristiger Aufenthalt in den USA, noch dazu zum Arbeiten, nicht ohne weiteres erlaubt ist. Nicht umsonst gibt es die GreenCard, quasi den Freifahrtschein für auswanderwillige nicht-Amerikaner.
Bekommt man die nicht, gibt es trotzdem noch eine Anzahl an Visa, die die Einreise theoretisch ermöglichen. Benannt nach Buchstaben (A, B, ....) ist für mich ein sogenanntes H-1B Visum vorgesehen. Das ist für sogenannte hochqualifiziert Beschäftigte, die bereits einen Arbeitgeber in den USA haben. Dieser muss das Visum beantragen, das 3 Jahre gültig ist. Es kann maximal einmal um den selben Zeitraum verlängert werden, danach muss man die USA für mindestens ein Jahr verlassen. Nun ja, einfach ist anders.
Dummerweise ist die vergebene Anzahl dieser Visa begrenzt. Ein neues Kontingent wird jeweils Oktober und April vergeben, so daß eine Anstellung erst Oktober möglich wäre. Aber das passt ganz gut, zu organsieren gibt es genug.
Für Alex und Lara gibt es für Angehörige des H-Visum-Inhabers das sogenannte H-4 Visum. Dieses Begleitervisum berechtigt leider nicht zum Arbeiten, wohl aber zum Reisen und Studieren.
So weit so gut. Die Beantragung übernimmt eine amerikanische Anwaltskanzlei. Nach gefühlten 50 online ausgefüllten Seiten heißt es warten. Trotz beantragter schneller Bearbeitung durch das UCIS (U.S. Citizenship and Immigration Services) dauert es noch mehrere Wochen, bis das ersehnte Schreiben da ist.