Mittwoch, 18. April 2012

Führerschein in Kalifornien - die Theorieprüfung

Wie in Deutschland auch ist der erste Schritt zum Führerschein die Theorieprüfung. Diese heisst hier "Written Test", obwohl es eher darum geht, kleine Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen. Für diesen Test muss man zu einer DMV-Station fahren, per Internet lässt sich auch ein Termin vereinbahren. Dieser führt aber nur dazu, dass man in einer kürzeren Schlange anstehen muss.....
Dort muss man dann seine Sozialversicherungsnummer vorlegen sowie einen Antragsbogen, und noch 36 Dollar bezahlen. Nach einem Sehtest ("Sehen Sie diese Tafel hinter mir? Was zeigt Zeile 3?") und einem Scan des rechten Daumens kann man dann seinen Prüfungszettel abholen. Davor wird dann noch kurz ein Foto aufgenommen, was aber auch eher Massenabfertigung ist.

Der written test, zumindest ein Teil davon...

Die Bezahlung berechtigt übrigens zu 3 Versuchen, den schriftlichen Test zu bestehen. Bei etwa 36 Fragen darf man als Anfänger 6 falsch haben, will man den Führerschein verlängern dann sind es nur noch 3.

Die deutsche Ausgabe des Written Tests, den es offensichtlich hier in Kalifornien in vielen verschiedenen Sprachen gibt.

Für Ausländer gibt es vom DMV übrigens auch Tests in der Landessprache, also auch in deutsch. Leider muss man trotzdem in Englisch lernen, da es das Handbuch nur in englischer Sprache gibt. Dafür gibt es nur eine Handvoll deutscher Testausgaben, so dass man (wenn man denn alle haben sollte) schon mal eine gute Startposition hat ;-)

Hat man das dann hinter sich, so kann man sich gleich einen Termin für den Fahrtest geben lassen, und geht erst einmal wieder nach Hause.

Eine Zeitbegrenzung gibt es übrigens nicht, aber man steht in einem abgetrennten Bereich, in dem Schummeln nicht möglich ist.

Wir waren in einer DMV-Station im äußersten Süden von San Jose (Santa Theresa), um dem größten Ansturm aus dem Weg zu gehen. Kann man nur empfehlen :-)


Führerschein in Kalifornien - allgemein

Laut Aussage unserer Ansprechpartnerin hier bei allen Umzugsfragen sollte man innerhalb von einigen Wochen einen kalifornischen Führerschein beantragen. Doch halt: sollte, muss oder darf? Trotz ziemlich guter Reglementierung hier in allen möglichen Bereichen (es gibt z.B. Schilder mit der Strafgebühr, die man für das Überfahren DIESER roten Ampel zu zahlen hätte!) ist die Frage des Führerscheins wohl eher schwierig zu beantworten.


Die DMV-Station in Santa Theresa.

Aber von Anfang an. Für Autozulassungen und Führerscheine und alles drum herum ist hier das DMV, das Department for Motor Vehicles, zuständig. In ihrer Broschüre sagt sie, dass nur Residents (also Anwohner), eine kalifornische Fahrerlaubnis benötigen. Beantragen muss man diese innerhalb von 10 Tagen. Hier wiehert auch gleich der Amtsschimmel: für die Beantragung braucht man eine Sozialversicherungsnummer, die man aber erst nach 3 Wochen (frühestens) bekommt. Na, was gemerkt? ;-)

Das Handbuch für alle Fahranfänger....

Resident oder doch nicht?


Aber sind wir denn schon Residents? Schließlich kann man als Urlauber ja unbegrenzt mit dem EU-Führerschein herumfahren.....
Nun, die Broschüre verrät dazu folgendes: ein Resident ist jemand, der Vergünstigungen in Anspruch nimmt, die ein Urlauber nicht hat. Hm. Das lädt natürlich ungemein dazu ein, sich dann mit dem Polizisten erst einmal auf eine Diskussion einzulassen......

Da die Führerscheinprüfung hier aber eindeutig günstiger ist als in Deutschland (dazu später mehr), dachten wir dass es nicht schaden kann. Noch dazu, wo man ein so nettes Souvenir ja auch nicht alle Tage bekommt. Und da die Autoversicherung ja auf Dauer um einiges billiger wird.
Und noch einen Vorteil hat es: bisher hat beim Kauf von Bier oder Wein immer der Verkäufer versucht, unseren EU Führerschein durch den Kartenleser zu ziehen. Wohl in der Hoffnung, unser Geburtsdatum ließe sich trotz Abwesenheit eines Magnetstreifens doch noch irgendwie auslesen. Die Hoffnung war leider immer vergebens, so dass meist der Chef gerufen werden musste. Nun geht das alles flüssiger,der Führerschein hat also nur Vorteile :-)

Sonntag, 15. April 2012

Unser Grill, der Master Forge 2 burner

Irgendwie kommt man hier kaum um einen Gas-Grill drum herum. Zum einen, weil das Wetter eigentlich fast immer gut ist (von einigen Regentagen abgesehen), zum anderen weil Kohlegrills in den meisten Appartmentsiedlungen verboten sind. Grund dafür ist wohl die Tatsache, dass die Häuser hier aus Holz gebaut sind (auch unseres), was bei Funkenflug zu einem guten Feuerchen führen würde ;-)
Nachdem wir auch gestern noch mit einem Kollegen und seiner Frau in dessen Appartmentkomplex gegrillt haben (seine Bohnen als Dip waren der Hammer) und die Steuerrückzahlung gewissen Spielraum erlaubte, sind wir heute losgezogen und haben bei Lowe´s (quasi OBI hier) einen netten kleinen Grill gekauft. Wobei klein relativ ist, für deutsche Verhältnisse ist er durchaus nicht winzig.


Die Kiste passte denn auch kaum in unser Auto (mit Rücksitz umklappen ging es dann doch), und das Aufbauen dauerte etwas. Aber das Ergebnis gefällt mir außerordentlich. Ich denke mal, weitere Fotos werden folgen, insbesondere vom Grillgut! Man kann die Burger fast schon Schlange stehen sehen ;-)

Sonntag, 8. April 2012

Yosemite - Hetch Hetchy

Fährt man vom Yosemite Tal aus in nördlicher Richtung, so kann man nach etwas über einer Stunde Fahrtzeit durch teilweise sehr öde aussehende Landschaften das Hetch Hetchy Reservoir bestaunen, einen riesigen Stausee mitten in den Bergen. Dieser wurde zur Trinkwasserversorgung der San Francisco Bayregion angelegt, und liegt atemberaubend am oberen Ende eines langen Tals.

Auf dem Weg zu Hetch Hetchy...

Die Staumauer, man beachte die Treppen am rechten Rand zum Größenvergleich.

Blick ins Tal.

In Realität viel beeindruckender!

Samstag, 7. April 2012

Yosemite - Mariposa Grove

Verlässt man das Tal in südlicher Richtung und passiert den "Tunnel View" Aussichtspunkt, so kommt man nach etwa 45 Minuten Fahrtzeit zum Mariposa Grove, nahe des südlichen Ende des Parks. Dort kann man riesige Redwoodbäume bestaunen, dereren Größe sich leider mit der Kamera wieder nur mäßig einfangen lässt.

Man beachte mich am Fuß des Baumes... und das war einer der kleineren Exemplare.

Eine Baumwurzel...

Der "Grizzly Giant", einer der größten Bäume der Erde und der älteste im Park (ca. 2000 Jahre laut Wikipedia). Der unterste Ast soll einen Durchmesser von 2 Metern haben (!!).


Auch hier wieder genug Zeit zum Picknicken und Golfbälle aufsammeln :-)

Yosemite - Das Valley

Fährt man von der Seite unseres Hotels in den Park, so kommt man sofort zum (laut Reiseführer) meistbesuchten Areal des Yosemite-Nationalparks: dem Valley. Das ist ein langgestrecktes Tal, umgeben von hohen Felswänden und Bergen, mit vielen Wasserfällen und herrlichen schneebedeckten Gipfeln drumherum.

Aussicht vom "Tunnel View" über einen Teil des Tals.
 Leider geben die Bilder nicht annähernd den großartigen Eindruck wieder, den man dort bekommt. Man hat teilweise das Gefühl, vor einem Gemälde zu stehen, so unwirklich sieht es aus. Einzig die Wasserfälle machen durch ihre Bewegung klar, dass das alles echt ist.

Die Yosemite-Falls, mit über 700m Gesamthöhe einer der höchsten der Welt.

El Capitan, ein Granitfelsen mitten im Yosemite-Tal.

Und noch ein kleiner Bruder des Capitan (der Felsen, nicht ich).

Einfach nur toll.
Allein für das Tal kann man sich mehrere Tage mit Wanderungen Zeit nehmen. Leider hatten wir nicht so viel, aber es gab ja noch viel mehr zu sehen!

Freitag, 6. April 2012

Der Yosemite-Nationalpark

Einer der tollsten Ausflüge bisher führte uns letztes Wochenende in den Yosemite-Nationalpark, so ziemlich 3,5 Autostunden östlich von hier. Die Übernachtung im Hotel Yosemite View Lodge hatten wir schon vor 2 Monaten aufgrund eines Coupons gebucht, und haben uns richtig auf die 2 Tage Auszeit gefreut!

Unser Hotel Yosemite View Lodge, mit unserem Zimmer unten das Zweite von rechts....
Die Fahrt ging zügig, für ein Picknick unterwegs war gesorgt, und das Hotel bot mit seiner Lage direkt an einem Gebirgsfluss und seinen Pools genau das richtige Gefühl für Entspannung. Am Samstag ging es dann direkt in den Park, der nur 2 Meilen vom Hotel entfernt beginnt.
Der Yosemite Park ist dabei so groß, dass man innerhalb von 2 Tagen tatsächlich nur einen Bruchstück zu sehen bekommt, selbst wenn man die ganze Zeit nur mit dem Auto von A nach B fährt. Trotzdem lohnt es sich....